Klinik für Hautkrebs
Gebäude der Universitätsklinik Tübingen, ©Dktue/CC0

Welche Krankenhäuser für Hautkrebs sind die besten in Deutschland? Hier sind herausragende Kliniken gelistet, in denen eine optimale Behandlung von schwarzem Hautkrebs gewährleistet wird.  

Man unterscheidet bei Hautkrebs zwischen dem hellen und dem schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom). Der schwarze Hautkrebs ist wesentlich gefährlicher als der helle Hautkrebs. Hier erfahren Sie, welche Behandlungsoptionen laut der Leitlinie für Ärzte empfohlen werden.

Wenn Hautkrebs diagnostiziert wurde, will man als Patient von erfahrenen Ärzten behandelt werden. Man will ein Krankenhaus besuchen, das einen guten Ruf hat, nicht nur bei Patienten, sondern auch bei anderen Ärzten. Bestenfalls ist es von einer offiziellen Stelle zertifiziert. Denn Zertifikate werden nur für einen bestimmten Zeitraum vergeben, das bedeutet: Wenn ein Klinikum die fachlichen Anforderungen nicht mehr erfüllt, wird dem Haus das Zertifikat entzogen. Nachfolgend sind herausragende Kliniken dargestellt, die diese Anforderungen erfüllen.

Top Kliniken für Hautkrebs in Deutschland

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019)  
Deutsches Rotes Kreuz Krankenhaus Chemnitz-RabensteinChemnitz1320
Fachklinik HornheideMünster903
Universitätsklinikum TübingenTübingen793
Universitätsklinikum RegensburgRegensburg495
St. Josef-HospitalBochum462
Universitätsklinikum WürzburgWürzburg448
Klinikum Nürnberg NordNürnberg379
Helios Klinikum ErfurtErfurt337
Universitätsklinikum des SaarlandesHomburg334
Universitätsklinikum MünsterMünster330
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität MainzMainz323
Universitätsklinikum KölnKöln319
Medizinische Hochschule HannoverHannover312
Universitätsklinikum FrankfurtFrankfurt am Main310
Universitätsklinikum HeidelbergHeidelberg290
Universitätsklinikum FreiburgFreiburg278
Klinikum rechts der Isar der TUMMünchen274
Universitätsklinikum ErlangenErlangen262
Elbe Klinikum BuxtehudeBuxtehude260
Universitätsklinikum EssenEssen244
Universitätsklinikum LeipzigLeipzig237
Universitätsklinikum BonnBonn233
Universitätsmedizin GöttingenGöttingen214
Universitätsklinikum MagdeburgMagdeburg206
Universitätsklinikum UlmUlm178
Helios Klinikum HildesheimHildesheim168
Universitätsklinikum Halle (Saale)Halle (Saale)162
Klinikum OldenburgOldenburg160
SRH Wald-Klinikum GeraGera147
Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort MarburgMarburg138
Krankenhaus TabeaHamburg130
Universitätsklinikum JenaJena118
Universitätsmedizin GreifswaldGreifswald112
Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben, Standort QuedlinburgQuedlinburg97
Städtisches Klinikum Dresden - Standort FriedrichstadtDresden65

Der Name des Klinikums wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Hautkrebs (ICD C43), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Hautkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Hautkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser wurden von der Deutschen Krebsgesellschaft als Hautkrebszentren zertifiziert.
  • Hohe Patientensicherheit! In allen gelisteten Kliniken wird ein überdurchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt. Mindestens 45 von 55 Maßnahmen wurden ergriffen, um vor, während und nach der Operation optimale Hygiene-Verhältnisse sicherzustellen.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine Patientenzufriedenheit von mindestens 80 Prozent. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Hautkrebs

Die Symptome einer bösartigen Hauterkrankung sind meist unauffällig. Muttermale und Pigmentflecken gelten als verdächtig, wenn sie eine ungleichmäßige oder asymmetrische Form haben, die Begrenzung unklar und die Schwarzfärbung ungleichmäßig ist. Zudem sind sie als Erhebungen tastbar und wachsen mit der Zeit. In diesem Fall sollte ein Hautarzt sie untersuchen. Andere körperliche Symptome, die erst bei fortgeschrittener Erkrankung auftreten, sind Nachtschweiß, Gewichtsverlust und Fieber.

Die Ursache, die hauptsächlich zur Entstehung von Hautkrebs führen kann, ist die UV-Strahlung. Dabei ist es egal, ob sie von der Sonne oder von dem Sonnenstudio kommt. UV-Strahlung schädigt das Erbgut. Die Hautzellen können sie nur in begrenzten Mengen abwehren. Die Schädigungen bei regelmäßigen Sonnenbränden oder Solariumsbesuchen häufen sich an und begünstigen die bösartige Vermehrung von Hautzellen, auch wenn der Sonnenbrand verheilt und die Bräune vergeht.

Zur Erkennung von Hautkrebs begutachten Ärzte die verdächtigen Muttermale oder Flecken. Ein sogenanntes Auflichtmikroskop ermöglicht die genaue Beurteilung eines möglicherweise bösartigen Charakters. Das Mikroskop mit einer besonders starker Lupe und einem speziellen Licht kann den Ärzten helfen, den Hautkrebs frühzeitig zu erkennen. Erst bei einem hinreichenden Verdacht entnehmen sie eine Biopsie. Eine anschließende Begutachtung im Labor kann bösartige Zellen identifizieren.

Als Therapiemöglichkeit kommt in den meisten Fällen die Exzision infrage. Das bedeutet, dass die Ärzte den Tumor inklusive eines Sicherheitsabstandes entfernen. Wenn das Risiko besteht, dass der Krebs streut, ordnen Ärzte eine weiterführende Chemotherapie oder Strahlentherapie an.

Die Anzahl der Diagnosen mit Melanom und sonstigen bösartigen Neubildungen der Haut (ICD-Code C43-44) ist in den letzten Jahren konsequent gestiegen. Während im Jahr 2010 noch 85.745 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2020 bei 103.994  Personen. Das Alter der Erkrankten liegt größtenteils zwischen 75 und 89 Jahren und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt 6 Tage.