Universitätsklinikum Ulm, ©CC0/Kittelträger

Welche Kliniken sind bei Leukämie zu empfehlen? Hier sind 14 herausragende Häuser gelistet.

Leukämie, im Volksmund auch Blutkrebs genannt, kann in jedem Lebensalter auftreten. Bis heute ist nicht erforscht, warum die Zellen des blutbildenden Systems zur Krebszelle mutieren. Der Zusammenhang zwischen eines „falschen“ Lebensstils und der Erkrankung konnte bis heute nicht belegt werden. Anders als bei Rauchern mit Lungenkrebs müssen sich Betroffene von Leukämie also nicht vorwerfen, etwas „falsch gemacht“ zu haben.

Um Leukämie in der Klinik zu behandeln, benötigt man nicht nur modernste Apparate, sondern auch viel ärztliches Know-How. Denn bei der Behandlung von Leukämie ist das Fachwissen von Experten aus verschiedenen Bereichen erforderlich. In der unten stehenden Liste sind exzellente Kliniken für die Behandlung von Leukämie (ICD C91) dargestellt.

14 hervorragende Kliniken für Leukämie in Deutschland

KrankenhausStadtBehandlungsfälle 
Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburg414
Helios Klinikum Berlin-BuchBerlin353
Universitätsklinikum WürzburgWürzburg340
Medizinische Hochschule HannoverHannover325
Universitätsklinikum LeipzigLeipzig309
Universitätsklinikum FreiburgFreiburg305
Universitätsklinikum TübingenTübingen305
Universitätsklinikum AugsburgAugsburg305
Universitätsklinikum ErlangenErlangen290
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden280
Universitätsklinikum RegensburgRegensburg207
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder RegensburgRegensburg109
Diakonie-Klinikum StuttgartStuttgart56
Klinikum PassauPassau40

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So wurde die Klinikliste erstellt:

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Leukämie (ICD C91), weil nur Häuser besichtigt wurden, in denen diese Krankheit überdurchschnittlich häufig behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittlich hohe Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK und der BARMER in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt. Hier handelt es sich um die größte Patientenbefragung Europas.
  • Gute Hygiene! Viele Patienten erleiden während es Krankenhausaufenthalts eine Infektion, deshalb ist eine gute Krankenhaushygiene wichtig. In allen gelisteten Kliniken wird ein mindestens durchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Leukämie spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologische Fachzentren für Hämatologie zertifiziert.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Leukämie

Die Symptome, die auf die Erkrankung Leukämie hindeuten, sind nicht sehr spezifisch. Betroffene klagen über Müdigkeit, eine geschwächte Leistungsfähigkeit, Fieber, Herzrasen, Schweißausbrüche in der Nacht, Schmerzen in den Knochen und Gelenken oder Gewichtsverlust. Während bei der akuten Leukämie die Symptome schlagartig auftreten, entwickeln sie sich bei der chronischen Leukämie mit der Zeit.

Die Ursachen, die zu einer Leukämie führen, sind bislang nicht vollständig geklärt. Als Risikofaktoren gelten genetische Veranlagung, das zunehmende Alter (insbesondere für die chronische Form), Rauchen, radioaktive Strahlung und bestimmte chemische Substanzen wie Benzol.

Zur Erkennung von Leukämie führen Ärzte ein ausführliches Anamnesegespräch mit den Betroffenen. Besonders aussagekräftig für die Diagnosestellung ist die Blutuntersuchung. Die Blutproben werden mikroskopisch untersucht und die weißen Blutkörperchen werden gezählt. Wenn diese die Normwerte überschreiten, kann dies ein Hinweis auf Leukämie sein.

Anschließend führen Ärzte eine sogenannte Knochenmarkpunktion durch. Unter örtlicher Narkose führen sie eine lange Nadel in den Beckenknochen ein und entnehmen eine Probe, die ebenfalls im Labor untersucht wird. Das spezifische Aussehen der Knochenmarkzellen ermöglicht es Ärzten in manchen Fällen, die Leukämieform festzustellen.

Die Therapiemethoden, die die Ärzte bei Leukämie empfehlen, sind vorwiegend medikamentös. Ziel ist es, die übermäßige Produktion der Leukozyten zu reduzieren. Infrage kommen Medikamente, die die Entstehung und das Wachstum von Leukozyten blockieren. Normalerweise sind die Leukozyten (auch weiße Blutkörperchen genannt) an der Abwehr von Infektionen beteiligt. Eine zu hohe Anzahl dieser Leukozyten im Blut ist gefährlich. Denn die bei der Krankheit entwickelten Leukozyten sind nicht funktionsfähig und verdrängen durch ihre hohe Zahl die gesunden Blutzellen.

In der Chemotherapie bei akuter Leukämie verordnen Ärzte das sogenannte Zytostatikum. Dieses Medikament greift in den Zellzyklus für die Entstehung von Leukozyten ein. Die kranken Zellen kann der Körper anschließend selbst abbauen. Die Ärzte verordnen die Chemotherapie zyklisch entweder als Infusion oder in tablettenform. Welches Medikament mit welcher Dosierung geeignet ist, hängt von der Leukämieform und dem Krankheitsverlauf ab.

Die Anzahl der Diagnosen mit lymphatischer Leukämie (ICD-Code C91) variierte in den letzten Jahren zwischen 19.000 bis 22.000 Personen pro Jahr. Im Jahr 2020 waren 21.173 Personen mit dieser Hauptdiagnose in klinischer Behandlung. Besonders betroffen sind Menschen im Alter von eins bis 14 und von 70 bis 84 Jahren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt 10 Tage.