St. Vincentius Kliniken Karlsruhe
St. Vincentius Kliniken Karlsruhe, ©Viskos/CC0

Welche Kliniken in Deutschland sind auf die Behandlung von Darmerkrankungen spezialisiert? In diesem Artikel sind einige hervorragende Häuser mit hoher Behandlungsqualität aufgeführt.

Darmerkrankungen können akut oder chronisch verlaufen. Zu den akuten, durch Viren, Bakterien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten verursachten Erkrankungen treten vorübergehende Symptome wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall auf. Zu den chronischen Darmerkrankungen zählen unter anderem das Reizdarmsyndrom oder chronisch-entzündliche Krankheiten wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa. Auch hier treten meist Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Gewichtsverlust auf.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Wahl des Krankenhauses von großer Bedeutung, denn nicht alle Häuser in Deutschland sind auf die Behandlung von Darmerkrankungen spezialisiert. Neben einer hohen Patientenzufriedenheit und einer guten Personalsituation verfügen alle unten genannten Kliniken über ärztliches Personal, das große Erfahrung mit der Behandlung von Darmerkrankungen hat.

Top Kliniken für Darmerkrankungen

KrankenhausBehandlungsfällePatientenzufriedenheitPflegekraft-Patienten-Verhältnis
Ev. Diakoniekrankenhaus Freiburg39192 %gut
St. Vincentius Kliniken Karlsruhe35987 %befriedigend
Israelitisches Krankenhaus in Hamburg34483 %gut
Evangelisches Krankenhaus Wesel29983 %befriedigend
Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen28283 %gut
Marienhaus Klinikum Mainz26885 %gut
Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier - Standort Mitte/Nord26683 %befriedigend
Augusta-Kranken-Anstalt Bochum25987 %befriedigend
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer25687 %gut
Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt25183 %befriedigend
Klinikum Neumarkt i. d. OPf.24785 %gut
Klinikum St. Elisabeth Straubing24486 %gut
Städtisches Klinikum Karlsruhe24184 %gut
Klinikum Passau23687 %befriedigend
Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift 23387 %befriedigend
Städtisches Klinikum Lüneburg23286 %befriedigend
Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg22988 %gut
Vinzenzkrankenhaus Hannover22883 %befriedigend
Klinikum Fürth22784 %befriedigend
Charité - Universitätsmedizin Berlin22285 %befriedigend
Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg21986 %befriedigend
Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda21888 %gut
Klinikum Osnabrück21383 %befriedigend
Kreiskliniken Herford-Bünde - Standort Lukas-Krankenhaus Bünde21090 %befriedigend
GRN-Klinik Schwetzingen20986 %befriedigend
Klinikum Darmstadt20985 %befriedigend
Klinikum Würzburg Mitte20888 %sehr gut
Klinikum Kaufbeuren20784 %gut
Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem Cottbus20683 %befriedigend
Städtische Kliniken Mönchengladbach20283 %befriedigend
Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg Obernkirchen20083 %befriedigend
Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg20088 %gut
Krankenhaus Buchholz in der Nordheide20085 %gut
Marienkrankenhaus Schwerte20083 %sehr gut
Klinik Neustadt an der Aisch19986 %befriedigend
SRH Zentralklinikum Suhl19985 %befriedigend
St. Marien-Krankenhaus Ahaus19983 %befriedigend
Caritas-Klinik Maria Heimsuchung Berlin-Pankow19889 %sehr gut
RoMed Klinikum Rosenheim19884 %befriedigend
Klinikum Chemnitz19783 %befriedigend
Ostalb-Klinikum Aalen19686 %gut
Johanna-Etienne-Krankenhaus Neuss19383 %befriedigend
Universitätsklinikum Würzburg19387 %gut
Thüringen-Kliniken "Georgius Agricola" Saalfeld/Saale19287 %sehr gut
Vivantes Humboldt-Klinikum Berlin19083 %befriedigend
Sana Klinikum Berlin Lichtenberg18887 %befriedigend
Helios Klinikum Meiningen18785 %sehr gut
Martin Luther Krankenhaus Berlin18786 %gut
Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz18786 %gut
Rhein-Maas Klinikum Würselen18683 %gut

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit der häufigsten Darmerkrankung, der Divertikulose (ICD K57). Es wurden jene 50 Häuser gelistet, in denen diese Erkrankung im Jahr 2024 durchschnittlich oder überdurchschnittlich häufig behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patientinnen und Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Darmerkrankungen

Zu den am häufigsten verbreiteten Krankheitsbildern im Darmtrakt zählt Morbus Crohn. Hierbei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung des betroffenen Darmabschnitts. Die Symptome treten schubweise auf. Betroffene klagen dann über krampfartige Schmerzen, Durchfall, Müdigkeit und Erschöpfung. Oftmals treten auch entzündliche Veränderungen der Haut und Schmerzen in den Gelenken durch die Begleiterkrankung Osteoporose auf.

Die Ursachen von Morbus Crohn sind noch nicht geklärt. Mediziner vermuten eine genetische Veranlagung des Immunsystems für die Erkrankung, die dann die Entzündungsreaktion im Darmtrakt auslöst. Als ein begünstigender Risikofaktor gilt beispielsweise Rauchen. Personen, die an Morbus Crohn erkranken, haben ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs.

Zur Erkennung der Krankheit führt der Gastroenterologe eine Tastuntersuchung im Bauchbereich durch. Entzündete Darmbereiche lösen Druckschmerz aus. Zudem wird eine Stuhlprobe im Labor auf Entzündungsmarker wie Calprotectin untersucht. Auch eine Blutprobe entnehmen Ärzte. Im Labor wird danach untersucht, ob ein Nährstoffmangel vorliegt. Denn die entzündeten Darmbereiche sind nicht in der Lage Vitamine und Nährstoffe zu resorbieren. Diese fehlen dann dem Körper, auch wenn sich Betroffene gesund und ausgewogen ernähren. Die Ärzte ordnen auch eine Magenspiegelung an, die es ihnen erlaubt, die Wand des Magen-Darmtraktes zu betrachten.

Die Therapiemöglichkeiten bei Morbus Crohn hängen davon ab, welche Darmabschnitte betroffen sind und wie die Krankheitsphasen verlaufen. Die Behandlungen haben das Ziel, Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu steigern. Der medikamentöse Einsatz von Kortison verlangsamt und unterdrückt bestmöglich die Entzündungsreaktion. Durch die entzündete Darmschleimhaut kann es sein, dass Stenosen (Verengungen) und Fistel entstehen, die operativ entfernt werden müssen. Entscheidend ist auch die richtige Ernährung. Ärzte empfehlen eine sogenannte antientzündliche und ballaststoffreiche Ernährung.

Die Anzahl von Menschen, die mit der Diagnosen Morbus Crohn in den letzten Jahren in deutschen Kliniken behandelt wurden, ist gesunken. Während im Jahr 2014 noch rund 26.000 Personen klinisch therapiert wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2024 bei rund 20.500 Personen. Das Alter der Betroffenen reicht von 15 bis 84 Jahren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt sechs Tage.