Klinik für Darmerkrankungen
Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr, ©Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr/CC0

Welche Kliniken in Deutschland sind auf die Behandlung von Darmerkrankungen spezialisiert? In diesem Artikel sind einige hervorragende Häuser mit hoher Behandlungsqualität aufgeführt.

Darmerkrankungen können akut oder chronisch verlaufen. Zu den akuten, durch Viren, Bakterien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten verursachten Erkrankungen treten vorübergehende Symptome wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall auf. Zu den chronischen Darmerkrankungen zählen unter anderem das Reizdarmsyndrom oder chronisch-entzündliche Krankheiten wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa. Auch hier treten meist Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Gewichtsverlust auf.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Wahl des Krankenhauses von großer Bedeutung, denn nicht alle Häuser in Deutschland sind auf die Behandlung von Darmerkrankungen spezialisiert. Neben einer guten Hygiene und einer hohen Behandlungsqualität verfügen alle unten genannten Kliniken über ärztliches Personal, das große Erfahrung mit der Behandlung von Darmerkrankungen hat.

Top Kliniken für Darmerkrankungen

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2020) 
Benedictus Krankenhaus TutzingTutzing364
Klinikum KonstanzKonstanz329
St. Josefs-Hospital WiesbadenWiesbaden323
Evangelisches DiakoniekrankenhausFreiburg313
Israelitisches Krankenhaus in HamburgHamburg288
St. Elisabeth-KrankenhausKöln265
BG Klinikum Bergmannstrost HalleHalle (Saale)260
Pius-Hospital OldenburgOldenburg220
DiakonissenkrankenhausKarlsruhe216
Klinikum PassauPassau212
Klinikum NeumarktNeumarkt210
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus SpeyerSpeyer208
Klinikum Südstadt RostockRostock202
Lukas-Krankenhaus BündeBünde198
Krankenhaus St. Joseph-Stift DresdenDresden198
St. Elisabeth-Krankenhaus LeipzigLeipzig198
Krankenhaus Barmherzige Brüder RegensburgRegensburg193
Krankenhaus WaldfriedeBerlin190
Park-Klinik WeißenseeBerlin187
DRK-Krankenhaus ClementinenhausHannover187
Ammerland-Klinik WesterstedeWesterstede182
St. Franziskus-Hospital MünsterMünster176
Caritas-Klinik Maria Heimsuchung Berlin-PankowBerlin175
Ludgerus-Kliniken Münster, Standort RaphaelsklinikMünster175
Caritas-Krankenhaus St. JosefRegensburg173
Marienhospital StuttgartStuttgart170
Klinikum St. Elisabeth StraubingStraubing169
St. Vincentius KlinikenKarlsruhe167
Krankenhaus St. MarienwörthBad Kreuznach160
Alb-Donau Klinikum BlaubeurenBlaubeuren159
Kreiskrankenhaus WeilburgWeilburg157
Universitätsklinikum TübingenTübingen156
Oder-Spree KrankenhausBeeskow155
Diakonie-Klinikum StuttgartStuttgart155
Krankenhaus St. JosefSchweinfurt154
Krankenhaus St. Elisabeth - MauerstraßeHalle (Saale)153
Krankenhaus Salem der Evangelischen Stadtmission HeidelbergHeidelberg153
Bürgerhospital FrankfurtFrankfurt am Main148
Herz-Jesu-KrankenhausFulda148
Bodden-Kliniken Ribnitz-DamgartenRibnitz-Damgarten147
Klinikum St. Marien AmbergAmberg144
Marienkrankenhaus SchwerteSchwerte144
Krankenhaus HedwigshöheBerlin143
Alfried Krupp Krankenhaus RüttenscheidEssen142
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum, Standort NeubrandenburgNeubrandenburg142
Krankenhaus Martha-Maria NürnbergNürnberg138
Universitätsklinikum WürzburgWürzburg138
Stiftung Herzogin Elisabeth HospitalBraunschweig135
Marienkrankenhaus KasselKassel135
Schön Klinik NeustadtNeustadt in Holstein135
Krankenhaus Saarlouis vom DRKSaarlouis135
Evangelisches Waldkrankenhaus SpandauBerlin134
Niels-Stensen-Kliniken Franziskus-Hospital HarderbergGeorgsmarienhütte134
Klinikum StarnbergStarnberg134
Katholisches Krankenhaus St. Johann Nepomuk ErfurtErfurt133

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Darmerkrankungen, weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen der häufigste Darmerkrankung – die Divertikulose (ICD K57) – überdurchschnittlich häufig behandelt wird. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittliche Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus jährlich durchgeführten Befragungen der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“.
  • Gute Eignung! Die oben gelisteten Kliniken sind besonders für Patienten mit einer Darmerkrankung geeignet. Laut Qualitätsbericht arbeitet in den Einrichtungen entsprechend geschultes Personal, auch die notwendigen Apparate sind im Haus vorhanden.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Darmerkrankungen

Zu den am häufigsten verbreiteten Krankheitsbildern im Darmtrakt zählt Morbus Crohn. Hierbei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung des betroffenen Darmabschnitts. Die Symptome treten schubweise auf. Betroffene klagen dann über krampfartige Schmerzen, Durchfall, Müdigkeit und Erschöpfung. Oftmals treten auch entzündliche Veränderungen der Haut und Schmerzen in den Gelenken durch die Begleiterkrankung Osteoporose auf.

Die Ursachen von Morbus Crohn sind noch nicht geklärt. Die Mediziner vermuten eine genetische Veranlagung für die Krankheit im Immunsystem, das dann die Entzündungsreaktion im Darmtrakt hervorruft. Als ein begünstigender Risikofaktor gilt beispielsweise Rauchen. Personen, die an Morbus Crohn erkranken, haben ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs.

Zur Erkennung der Krankheit führt der Gastroenterologe eine Tastuntersuchung im Bauchbereich durch. Entzündete Darmbereiche lösen Druckschmerz aus. Zudem wird eine Stuhlprobe im Labor auf Entzündungsmarker wie Calprotectin untersucht. Auch eine Blutprobe entnehmen Ärzte. Im Labor wird danach untersucht, ob ein Nährstoffmangel vorliegt. Denn die entzündeten Darmbereiche sind nicht in der Lage Vitamine und Nährstoffe zu resorbieren. Diese fehlen dann dem Körper, auch wenn sich Betroffene gesund und ausgewogen ernähren. Die Ärzte ordnen auch eine Magenspiegelung an, die es ihnen erlaubt, die Wand des Magen-Darmtraktes zu betrachten.

Die Therapiemöglichkeiten bei Morbus Crohn hängen davon ab, welche Darmabschnitte betroffen sind und wie die Krankheitsphasen verlaufen. Morbus Crohn ist bisher nicht heilbar. Die Behandlungen haben das Ziel, Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu steigern. Der medikamentöse Einsatz von Kortison verlangsamt und unterdrückt bestmöglich die Entzündungsreaktion. Durch die entzündete Darmschleimhaut kann es sein, dass Stenosen (Verengungen) und Fistel entstehen, die operativ entfernt werden müssen. Entscheidend ist auch die richtige Ernährung. Ärzte empfehlen eine sogenannte antientzündliche und ballaststoffreiche Ernährung.

Die Anzahl der Diagnosen mit Darmerkrankungen (ICD-Code K50-52) ist in den letzten Jahren gesunken. Während im Jahr 2010 noch 118.196 Personen mit diesen Erkrankungen in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2020 bei 76.932 Personen. Das Alter der Betroffenen reicht von 15 bis 84 Jahren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt acht Tage.