Klinik für Glaukom
Gebäude der Augenklinik der Uniklinik Tübingen; Foto: Verena Müller

Welche Kliniken eignen sich für die Behandlung eines Glaukoms? Hier sind 19 hervorragende Häuser gelistet.

Ein Glaukom, auch grüner Star genannt, bezeichnet eine Erkrankung des Auges, die den Sehnerv und die Netzhaut schädigen. Ein wichtiger Risikofaktor stellt der erhöhte Augeninnendruck dar. Grüner Star ist eine der häufigsten Ursachen für die Erblindung. Daher ist es wichtig, dass die Krankheit frühzeitig entdeckt und behandelt wird. Die Therapie zielt darauf ab, den Augendruck zu senken. Glaukome können medikamentös oder mithilfe chirurgischer Verfahren behandelt werden.

An allen unten gelisteten Kliniken arbeiten Ärzte, die viel Erfahrung mit der Behandlung von Glaukomen haben, wodurch eine hohe Behandlungsqualität garantiert wird. Außerdem verfügen alle Häuser über eine moderne Ausstattung, die beispielsweise für eine Laseroperation benötigt wird.

Herausragende Kliniken für Glaukom

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2020)  
Universitätsklinikum TübingenTübingen1342
St.-Johannes-Hospital DortmundDortmund1194
Universitätsklinikum ErlangenErlangen1115
Bürgerhospital FrankfurtFrankfurt am Main1095
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden1086
Universitätsklinikum WürzburgWürzburg1030
Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburg994
Universitätsklinikum FreiburgFreiburg962
St. Elisabeth-KrankenhausKöln690
St. Vincentius KlinikenKarlsruhe658
DiakonissenkrankenhausKarlsruhe653
Charlottenklinik für AugenheilkundeStuttgart569
Pius-Hospital OldenburgOldenburg534
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum - Standort NeubrandenburgNeubrandenburg497
Augenklinik Herzog Carl TheodorMünchen491
Universitätsklinikum RegensburgRegensburg465
Augenklinik Dr. HoffmannBraunschweig444
Evangelische Kliniken Essen-MitteEssen373
Klinik ManhagenGroßhansdorf320

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Glaukom (ICD H40), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Glaukom überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittliche Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus jährlich durchgeführten Befragungen der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“.
  • Gute Eignung! Die oben gelisteten Kliniken sind besonders für Patienten mit Glaukom geeignet. Laut Qualitätsbericht arbeitet in den Einrichtungen entsprechend geschultes Personal, auch die notwendigen Apparate sind im Haus vorhanden.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Glaukom

Betroffene, die an Glaukom leiden, berichten in erster Linie von einer eingeschränkten Sicht. Sie schildern blinde Flecke, die am Anfang noch recht klein sind und sie nicht in Ihrem Alltag beeinträchtigen. Doch nach und nach wird das Gesichtsfeld immer kleiner. Zu den weiteren Symptomen zählen Anpassungsschwierigkeiten an Lichtverhältnisse, Fehleinschätzungen von Distanzen oder Höhen. Betroffene sind beim Treppensteigen sturzgefährdet. Bei dem sogenannten Engwinkelglaukom führt der schnelle und starke Anstieg des Augeninnendrucks zu Augen- und Kopfschmerzen, zu Augenrötungen und plötzlichen Sehstörungen.

Ein zu hoher Augeninnendruck führt in den meisten Fällen zur Entstehung eines Glaukoms. Um die Ursachen zu verstehen, die den Druck über die Normwerte erhöhen, muss man sich die Anatomie des Auges vergegenwärtigen: In der sogenannten Augenkammer, die zwischen der Augenlinse und der Hornhaut liegt, entsteht das Kammerwasser. Diese Flüssigkeit wird also vom Auge selbst gebildet und dient als Nährstoff für die Iris und die Linse. Sie fließt von der vorderen Kammer in die hintere Kammer. Dort liegt ein dünner Kanal, der als Schlemmscher Kanal bezeichnet wird. Durch diesen Kanal fließt das Kammerwasser aus dem Auge hinaus. Dieser Zyklus hält den Augeninnendruck konstant. Es kann sein, dass dieser Abfluss gestört oder behindert ist. Dann befindet sich zu viel Kammerwasser im Auge und dadurch steigt der Augeninnendruck an.

Zur Erkennung des Glaukoms raten Augenärzte, den Augeninnendruck regelmäßig zu messen. So kann ein steigender Augeninnendruck frühzeitig diagnostiziert werden, bevor ein Glaukom entsteht. Dafür verwenden die Augenärzte ein sogenanntes Ophthalmoskop. Mit diesem Instrument können sie das Augeninnere untersuchen, auch den Sehnerv. Den Augeninnendruck messen sie mit der Applanations-Tonometrie. Nachdem die Ärzte das Auge mit Augentropfen betäubt haben, setzen sie einen kleinen Messkolben auf die Haut. Wenn bereits ein Glaukom vorliegt, messen Ärzte das Gesichtsfeld, sie stellen also fest, ob Betroffene schon die blinden Flecke haben.

Die Therapiemöglichkeiten haben alle das Ziel, den erhöhten Augeninnendruck zu senken. Es kommen medikamentöse Behandlungen wie Augentropfen infrage. Hier stehen den Ärzten verschiedene Medikamente zur Verfügung. Weiterhin wird der Heilungsverlauf von den Ärzten beobachtet. Wenn die Krankheit so fortgeschritten ist, dass Medikamente nicht schnell genug wirken, können eine Operation oder ein Lasereingriff den schnellen Abfluss des aufgestauten Kammerwassers ermöglichen.

Die Anzahl der Menschen mit Glaukom (ICD-Code H40-42) hat sich in den letzten Jahren kaum verändert. Zuletzt wurden im Jahr 2020 noch 58.653 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt. Das Risiko eines Glaukoms nimmt mit zunehmendem Alter zu. Besonders stark betroffen sind Personen von 75 bis 84 Jahren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt bei einer Operation vier Tage.