
In welchen Krankenhäusern in NRW haben Ärzte eine große Erfahrung beim Einsatz eines künstlichen Kniegelenks? Hier sind Häuser gelistet, die höchste Qualitätsstandards erfüllen.
Neben dem Hüftersatz werden in Deutschland am zweithäufigsten Kniegelenke operativ eingesetzt. Schmerzen im Knie können den Alltag beim Treppensteigen oder bei Kniebeugen in der Hocke stark beeinträchtigen. Sinkt die Lebensqualität trotz konservativer Maßnahmen weiter, besteht die Möglichkeit, ein künstliches Kniegelenk einzusetzen.
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In allen unten gelisteten Kliniken arbeiten Ärztinnen und Ärzte, die sich auf die Implantation von Knieprothesen spezialisiert haben. Eine Klinik wurde gelistet, wenn:
-
- dort mindestens 500 Patientinnen und Patienten im Jahr 2024 eine Knieprothese bekamen.
- die Komplikationsrate in der Klinik bei diesem Eingriff maximal 3 Prozent betrug.
- Die Klinik als Endoprothetikzentrum zertifiziert ist.
- ausreichend Pflegekräfte beschäftigt werden.
Weitere Infos zu den Kriterien finden Sie unter der Karte. Wenn ein großes Zentrum in Ihrer Nähe nicht gelistet ist, bedeutet dies, dass es eines der vier Kriterien nicht erfüllt.
Hervorragende Kliniken für Knieprothesen in NRW
| Krankenhaus | Patienten | Komplikationsrate | Zertifikat | Personalsituation |
|---|---|---|---|---|
| St. Vinzenz-Krankenhaus Düsseldorf | 935 | 1% | EPZmax | gut |
| LVR-Klinik für Orthopädie Viersen | 912 | 1% | EPZmax | befriedigend |
| Helios Cäcilien-Hospital Krefeld-Hüls | 890 | 2% | EPZmax | befriedigend |
| Eifelklinik St. Brigida Simmerath | 820 | 1% | EPZmax | befriedigend |
| St. Elisabeth-Hospital Herten | 623 | 1% | EPZmax | befriedigend |
| Gemeinschaftskrankenhaus Bonn | 531 | 3% | EPZmax | befriedigend |
Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt
Woher kommen die Daten?
In Deutschland haben wir den Vorteil, dass wir sehr viel über die Behandlungen in Krankenhäusern wissen. Denn einmal im Jahr müssen alle Kliniken ihre Behandlungszahlen und viele andere Daten in einem sogenannten Qualitätsbericht an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) übermitteln. Der G-BA ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung. Er setzt sich aus Ärzten und Kassenvertretern zusammen und verhandelt beispielsweise darüber, welche neuen Medikamente oder Therapien von den Krankenkassen übernommen werden. Die Daten der Qualitätsberichte werden von verschiedenen Krankenkassen bereitgestellt. In den Krankenhausverzeichnissen der AOK oder TK kann man nachschauen, wie vielen Menschen in einem Krankenhaus eine Knieprothese eingesetzt wird. Übrigens: Es dauert circa eineinhalb Jahre bis die Behandlungszahlen von den Kliniken zur Verfügung stehen. Im Jahr 2026 sehen wir also Daten aus dem Jahr 2024. Diese Verzögerung bei der Datenübermittlung wird von einigen Ärztinnen und Ärzten kritisiert.
Außerdem werten Mitarbeiter des Wissenschaftlichen Instituts der AOK die Operationsergebnisse von fast allen Kliniken aus, in denen Knieprothesen eingesetzt werden und analysieren dabei das Komplikationsrisiko. Bei den oben dargestellten sechs Kliniken kann deshalb außerdem angegeben werden, wie häufig es innerhalb eines Jahres zu einer ungeplanten Folgeoperation gekommen ist, beispielsweise weil sich die Prothese gelockert hat oder es zu Komplikationen während der OP kam. Die bundesdurchschnittliche Komplikationsrate liegt hier bei 3,86 Prozent. Das bedeutet, dass von 100 Menschen mit Kniearthrose, denen zum ersten Mal eine Prothese eingesetzt wurde, etwa vier Personen im Jahr 2024 wegen einer Komplikation erneut operiert werden mussten. Es handelt sich dabei um Richtwerte.
Auch eine Zertifizierung kann etwas über den Professionalisierungsgrad einer Klinik aussagen. Das EndoCert-Zertifikat ist ein Gütesiegel für Kliniken, die Hüft- oder Kniegelenke operieren. Es wird von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) vergeben.
Es gibt zwei Arten von zertifizierten Kliniken:
Endoprothetikzentren: Sie führen viele Gelenkersatz-Operationen durch und haben viel Erfahrung.
Zentren der Maximalversorgung: Diese behandeln zusätzlich besonders schwierige Fälle, z. B. wenn ein künstliches Gelenk ausgetauscht werden muss oder andere schwere Erkrankungen vorliegen.
Oben sind nur Kliniken aufgeführt, die ein Zertifikat der DGOOC haben.
Wie hoch ist die Arbeitsbelastung in der Klinik? Studien zeigen, dass Krankenhäuser mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da das Pflegepersonal weniger überlastet ist. Deshalb wurde auch das Pflegekraft-Patienten-Verhältnis berücksichtigt, welches im Bundes-Klinik-Atlas abgebildet ist.
Oben sind also die sechs größten Kliniken für Knie-TEP-Operationen in NRW nach Patientenzahlen gelistet, die folgende Kriterien erfüllen:
- Überdurchschnittlich viele operierten Patienten im Jahr 2024 (mindestens 500 Fälle)
- Gesamtkomplikation bei maximal 3 Prozent; Gesamtkomplikation = Mögliche Komplikationen wie Folgeoperation innerhalb von 365 Tagen, Probleme bei der Operation oder Tod, Angabe in Prozent
- Vorhandenes Zertifikat = Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) als Endoprothetikzentrum (Zentrum) oder Zentrum der Maximalversorgung (EPZmax)
- gute Personalsituation = Pflegekraft-Patienten-Verhältnis (weit überdurchschnittlich = sehr gut, überdurchschnittlich = gut, mittel = befriedigend)
Erstpublikation dieses Beitrags: 01.05.2024; letzte Aktualisierung: 23.02.2026
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Ist die Knieprothesen-Operation ein großer Eingriff? Diese Frage beantworteten Ärzte, Ärztinnen und eine Patientin auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin (2024).















































