Klinik für Rheumatologie
Städtisches Klinikum Dresden, ©Kay Körner/CC0

Welche Kliniken für Rheumatologie in Deutschland bieten eine hohe Behandlungsqualität? Hier sind 14 hervorragende Häuser gelistet.

Schwellungen, Schmerzen und Entzündungen in den Gelenken – dies sind alles Symptome für eine rheumatische Erkrankung. Der Gelenkverschleiß (Arthrosen) ist die häufigste rheumatische Erkrankung in Deutschland. Viele Menschen leiden an einer Arthrose im Kniegelenk. Außerdem tritt die Erkrankung oft in den Händen oder der Hüfte auf. Folglich kann das ganze Bewegungssystem beeinträchtigt werden, was den Alltag erheblich erschwert.

Umso wichtiger ist es, dass Sie bei diesem komplexen Krankheitsbild von einem Spezialisten behandelt werden. In nachfolgender Liste arbeiten Ärzte, die für ihre Expertise im Bereich Rheumatologie ausgezeichnet sind. Welche Kriterien zu Listung der entsprechenden Kliniken geführt haben, wird nach der Karte am Ende des Artikels erklärt.

Die Top 14 Kliniken für Rheumatologie

KrankenhausStadtWer? 
Asklepios Klinikum Bad AbbachBad AbbachKassenpatienten und Privatpatienten
Kerckhoff-KlinikBad NauheimKassenpatienten und Privatpatienten
Schlosspark-KlinikBerlinKassenpatienten und Privatpatienten
St. Vincenz Hospital BrakelBrakelKassenpatienten und Privatpatienten
Krankenhaus St. Joseph-Stift BremenBremenKassenpatienten und Privatpatienten
Städtisches Klinikum DresdenDresdenKassenpatienten und Privatpatienten
Evangelische Kliniken Essen-Mitte, Evangelisches Krankenhaus Essen-WerdenEssenKassenpatienten und Privatpatienten
Rheumazentrum RuhrgebietHerneKassenpatienten und Privatpatienten
St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-LankMeerbuschKassenpatienten und Privatpatienten
Klinik OberammergauOberammergauKassenpatienten und Privatpatienten
Sana Klinikum OffenbachOffenbachNur Privatpatienten
Knappschaftsklinikum Saar, Krankenhaus PüttlingenPüttlingenKassenpatienten und Privatpatienten
St. Josef-Stift SendenhorstSendenhorstKassenpatienten und Privatpatienten
Helios Fachklinik Vogelsang-GommernVogelsang-GommernKassenpatienten und Privatpatienten

Per Mouseover wird Ihnen der Name des Klinikums angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt (Kassenpatienten und Privatpatienten):

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Rheuma, weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen die häufigste rheumatische Erkrankung – die Rheumatoide Arthritis (M05 oder M06) überdurchschnittlich häufig behandelt wird. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine Patientenzufriedenheit von mindestens 80 Prozent. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt. Hier handelt es sich um die größte Patientenbefragung Europas.
  • Gute Hygiene! Viele Patienten erleiden während es Krankenhausaufenthalts eine Infektion, deshalb ist eine gute Krankenhaushygiene wichtig. In allen gelisteten Kliniken wird ein überdurchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt. Mindestens 45 von 55 Maßnahmen wurden ergriffen, um vor, während und nach der Operation optimale Hygiene-Verhältnisse sicherzustellen.

So wurde die Klinikliste erstellt (nur Privatpatienten):

Kliniken, die keine Kassenpatienten behandelt und deshalb keinen Versorgungsvertrag mit der Krankenkasse abgeschlossen haben, müssen ihre Behandlungsdaten nicht in einem Qualitätsbericht darstellen. Deshalb wurden für die Listung von Privatkliniken andere Kriterien formuliert.

  • Langjährige Erfahrung! Mindestens ein Arzt in der Fachklinik ist auf Rheuma spezialisiert, hat in diesem Bereich bereits 15 Jahre gearbeitet und publiziert regelmäßig wissenschaftliche Beiträge zum Thema.
  • Internationales Renommee! Ärzte der oben genannten Privatkliniken sind im Ausland bekannt, weil sie dort Fachvorträge halten oder von den einheimischen Kollegen empfohlen werden. Deshalb verfügen alle gelisteten Kliniken über ein International Office für Patienten aus dem Ausland.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! 5 von 6 Patienten sind mit der Behandlung im Haus zufrieden. Alle oben dargestellten Privatkliniken erreichen bei der unabhängigen Bewertungsplattform klinikbewertungen.de 5 von 6 Sterne.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Rheumakrankheiten

Die Symptome von rheumatischen Erkrankungen sind vielfältig. Betroffene klagen über geschwollene Gelenke, über eine Gliedersteifheit in den Morgenstunden oder über entzündete Gelenke. Die Beschwerden sind mit chronischen Schmerzen verbunden. Im fortgeschrittenen Stadium versteifen die Gelenke oder können ganz ausfallen.

Die Ursachen, die zu einer rheumatischen Erkrankung führen, sind nicht endgültig erforscht. Rheuma ist eine Autoimmunkrankheit, die nicht heilbar ist. Eine genetische Veranlagung, eine ungesunde Essgewohnheiten oder belastende Lebensumstände begünstigen die Entstehung der Krankheit.

Zur Erkennung der Krankheit führen Ärzte ein ausführliches Anamnesegespräch mit Betroffenen. Bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT oder CT können bei der Diagnostik helfen. Denn bestimmte Formen der rheumatischer Krankheiten zeigen typische Veränderungen in den Gelenken. Auch kann bei einer Blutuntersuchung ein sogenannte Rheumafaktor im Labor nachgewiesen werden.

Bei der Therapie steht die  medikamentöse Behandlung im Vordergrund. Außerdem verschreiben Ärzte Krankengymnastik und manuelle Therapien (Massagen). Wenn die Knochenelemente sich durch die Entzündungsvorgänge zu stark verändern werden arthroskopische Operationen notwendig.

Die Zahl der Diagnosen mit rheumatischen Erkrankungen (ICD-10-Code M06) in Deutschland schwankt von Jahr zu Jahr. Im Jahr 2020 wurden 12.141 Patienten mit dieser Hauptdiagnose in deutschen Krankenhäusern behandelt. Die Erkrankung tritt vor allem in der zweiten Lebenshälfte im Alter von 55 bis 79 Jahren auf. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einem Krankenhaus liegt bei etwa acht Tagen.