Wie lange dauert es, bis Patienten nach der OP wieder gesund sind? Auf diese Frage antworten Ärztinnen und Ärzten auf dem 77. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Hamburg.

„In der Regel ist es so, dass der Patient am Tag nach der Operation schon von alleine aufsteht“, sagt Prof. Dr. Angelika Borkowetz, Direktorin der Urologischen Klinik der Universitätsmedizin Rostock. Je nach Klinik könne der Patient zwischen dem dritten und dem fünften postoperativen Tag wieder nach Hause gehen.

„In den ersten sechs Wochen nach der Operation ist man noch etwas eingeschränkt“, betont PD Dr. Anne-Sophie Knipper, Oberärztin für Urologie im Vivantes Klinikum am Urban in Berlin. Sie rät dazu, in dieser Zeit nichts Schweres zu heben. Denn bei der OP wird die Harnröhre wieder an die Blase angenäht. In der frühen Heilungsphase kann ein zu großer Druck auf die Naht dazu führen, dass Urin an der Nahtstelle austritt.

„Nach drei Monaten ist man wieder voll einsatzfähig“, sagt Dr. Jonas Ekrutt, Oberarzt an der Hamburger Martini-Klinik. „Das bedeutet aber nicht, dass man drei Monate lang nur zu Hause auf der Couch sitzen soll“, betont er. Moderater Sport, beispielsweise im Rahmen eines Reha-Programms, sei auch davor schon möglich.