Sollte man nach der Implantation der Schulterprothese aufrecht schlafen, zum Beispiel in einem Sessel? Oder reicht es, wenn man auf der nicht operierten Seite liegt? Diese Fragen diskutierten Ärztinnen und Ärzte auf dem 31. Jahreskongress für Schulter- und Ellenbogenchirurgie in Karlsruhe.
„Direkt nach der Operation sollte man nicht auf der operierten Seite liegen, sondern sich eher auf die andere Seite drehen“, rät Prof. Dr. Tomas Smith, Chefarzt der Abteilung für Schulter- Knie- und Sportorthpädie am Diakovere Annastift in Hannover. Manchen Patientinnen und Patienten helfe es auch, wenn sie den operierten Arm mit einem Kissen unterpolstern oder leicht erhöht schlafen.
Dr. Jens Liße, Orthopäde und Unfallchirurg aus Nürnberg, verschreibt seinen Patienten bei Bedarf einen Schulter-Arm-Verband, damit der Arm, ergänzend zu der weichen Lagerung mit Kissen, geschützter ist. Außerdem empfiehlt er, vor dem Zubettgehen eine Schmerztablette einzunehmen.
Der Schulter-Arm-Verband müsse etwa drei bis vier Wochen lang getragen werden, auch nachts, sagt Dr. Anke Tobusch, Orthopädin und Unfallchirurgin aus Berlin. „Ich empfehle immer eine leichte Oberkörperhochlagerung, dadurch ist die Schulter etwas entlastet und schmerzt weniger“, sagt sie.
(Anzeige)
IM BUCHHANDEL: In welchen Kliniken arbeiten erfahrene Chirurgen für die Implantation einer Schulterprothese? Wie wirksam ist die Operation? Was genau passiert am OP-Tag? Prof. Jörn Steinbeck und Dr. Malte Holschen, Orthopäden an der Raphaelsklinik Münster, haben zusammen mit dem früheren Handelsblatt-Journalisten Lukas Hoffmann einen Ratgeber für Patienten mit Schulterprothese geschrieben. Klicken oder tippen Sie auf das Bild, um bei Amazon mehr über das Buch zu erfahren!
(Ende der Anzeige



































