
Welche Kliniken in Deutschland sind für die Behandlung von Hämorrhoiden geeignet? Hier sind die 50 größten Krankenhäuser gelistet.
Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Darunter versteht man die stark durchbluteten Aderpolster, die als Teil des natürlichen Verschlusssystems des Darms den Enddarm zusätzlich abdichten. Meist spricht man jedoch von Hämorrhoiden im Zusammenhang mit Beschwerden wie Bluten oder Schmerzen, welche auftreten, wenn die Hämorrhoiden vergrößert sind. In allen unten gelisteten Kliniken haben die dort arbeitenden Ärztinnen und Ärzte viel Erfahrung mit der Behandlung dieser Erkrankung.
Die 50 größten Kliniken für Hämorrhoiden
| Krankenhaus | Behandlungsfälle |
|---|---|
| St. Josef-Hospital Bochum | 472 |
| Krankenhaus Waldfriede Berlin | 316 |
| St. Marienhospital Vechta | 308 |
| CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia | 250 |
| Evangelische Elisabeth Klinik Berlin | 233 |
| Spreewaldklinik Lübben | 217 |
| Caritas-Klinik Dominikus Berlin-Reinickendorf | 215 |
| Park-Klinik Kiel | 208 |
| Cellitinnen-Krankenhaus St. Petrus Wuppertal | 203 |
| Ilm-Kreis-Kliniken Arnstadt-Ilmenau | 191 |
| Kreisklinikum Siegen - Haus Hüttental | 188 |
| Kreiskrankenhaus Delitzsch Eilenburg | 188 |
| St. Walburga-Krankenhaus Meschede | 184 |
| Diakonissenkrankenhaus Dresden | 175 |
| Venen-Clinic Fachkrankenhaus für Venen- und Enddarmerkrankungen Bad Neuenahr-Ahrweiler | 156 |
| St. Marien-Hospital Borken | 147 |
| St. Josefs-Hospital Hagen | 147 |
| Salus Gesundheitszentrum Bad Reichenhall | 142 |
| Sana Klinikum Borna | 138 |
| Elblandkliniken Riesa-Großenhain | 137 |
| St. Josefs-Hospital Wiesbaden | 133 |
| St.-Josefs-Krankenhaus Salzkotten | 132 |
| Elbe Klinikum Buxtehude | 130 |
| Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn | 130 |
| St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort | 128 |
| St. Elisabeth Hospital Beckum | 127 |
| HELIOS Klinikum Emil von Behring Berlin | 124 |
| HELIOS Klinikum Uelzen | 122 |
| Klinikum Memmingen | 121 |
| Eichsfeld Klinikum Haus Reifenstein Kleinbartloff | 118 |
| St. Anna-Klinik Stuttgart | 114 |
| Elisabeth-Krankenhaus Dorsten | 112 |
| GRN - Klinik Schwetzingen | 110 |
| Asklepios Klinik St. Georg Hamburg | 107 |
| Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein - Kemperhof Koblenz | 106 |
| Universitätsklinikum Mannheim | 106 |
| Klinikum St. Elisabeth Straubing | 105 |
| Krankenhaus Martha-Maria Nürnberg | 105 |
| DRK Kliniken Berlin Köpenick | 104 |
| Facharztklinik Hamburg | 101 |
| Sophien- und Hufeland Klinikum Weimar | 100 |
| Franziskus-Hospital Harderberg Georgsmarienhütte | 99 |
| Rheinland Klinikum - Lukaskrankenhaus Neuss | 98 |
| St. Josef-Hospital Bonn | 97 |
| Marien-Hospital Witten | 97 |
| Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Regensburg | 97 |
| Helios St. Johannes Klinik Duisburg | 96 |
| Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben - Klinikum Quedlinburg | 95 |
| Siloah St. Trudpert Klinikum Pforzheim | 94 |
| Sana Klinikum Lichtenberg - Oskar-Ziethen Krankenhaus Berlin | 94 |
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So wurde die Klinikliste erstellt
In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit der operativen Entfernung von Hämorrhoiden (OPs 5-493). Es wurden jene 50 Häuser gelistet, in denen dieser Eingriff im Jahr 2024 am häufigsten durchgeführt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Informationen zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausführer der TK entnommen.
Fakten zu Hämorrhoiden
Vergrößerte Hämorrhoiden lösen verschiedene Symptome aus. Das Hauptsymptom sind schmerzlose hellrote bis rote Blutungen während oder nach dem Stuhlgang. Diese werden ausgelöst, wenn fester Stuhl oder starkes Pressen die dünnen Gefäßwände der Hämorrhoiden beschädigt. Weitere Beschwerden im Afterbereich sind Juckreiz, Nässen, Brennen, unbeabsichtigter Abgang kleinerer Mengen Schleim und Stuhl, das Gefühl von unvollständiger Darmentleerung nach dem Toilettengang oder ein Druck- oder Fremdkörpergefühl. Sind die Hämorrhoiden vergrößert, können sie auch aus dem Enddarm heraustreten und als weiche Knoten sicht- und ertastbar werden. Bei weitem Fortschreiten der Erkrankung kommt es oftmals zu Schmerzen. Man unterscheidet zwischen vier Schweregraden, von Grad 1 (leicht vergrößerte, nicht sichtbare Hämorrhoiden) bis Grad 4 (dauerhaft aus dem After ausgetretene Hämorrhoiden, die nicht mehr zurückgeschoben werden können).
Die Ursachen von Hämorrhoiden sind nicht eindeutig erforscht. Vermutlich entstehen Hämorrhoidenleiden dadurch, weil das stützende Gewebe mit zunehmendem Alter schwächer wird. Auch eine genetisch bedingte Veranlagung ist möglich. Einflüsse, die vergrößerte Hämorrhoiden begünstigen, sind beispielsweise harter Stuhl, chronische Verstopfung, häufiger Durchfall, Schwangerschaft und Geburt sowie Übergewicht.
Hämorrhoidenleiden sind oft mit einem großen Schamgefühl verbunden, weshalb viele Menschen Angst vor einer ärztlichen Untersuchung haben. Diese ist in der Regel schmerzfrei, gehört zum Alltag von Ärztinnen und Ärzten und ist wichtig für die Diagnose der Erkrankung. Eine Tastuntersuchung des Afters hilft dabei, festzustellen, ob er entzündet ist und ob vergrößerte Hämorrhoiden beim Pressen nach außen treten oder bereits herausgetreten sind. Auch der Enddarm wird abgetastet, indem die Ärztin oder der Arzt mit einem Handschuh und etwas Gleitmittel einen Finger in den After einführt und den Analkanal von innen abtastet. Auch eine Darmspiegelung oder Enddarmspiegelung kann bei der Diagnose helfen.
Die Größe der Hämorrhoiden entscheidet darüber, welche Behandlungsmethode die richtige ist. Bei einer leichten Vergrößerung reicht es oftmals schon aus, Verstopfungen zu vermeiden und das Verhalten beim Stuhlgang zu verändern. Hausmittel wie Salben oder Sitzbäder können kurzfristig die Beschwerden lindern, ein Besuch beim Hausarzt oder einem Facharzt für Proktologie ist aber immer sinnvoll.
Bei den Schweregräden 1 und 2 kommt eine Verödungstherapie in Frage, bei der ein Wirkstoff gespritzt wird, der die Durchblutung der Hämorrhoiden verringert. Bei Grad 2 können die Hämorrhoiden abgebunden werden (Gummibandligatur) , sodass sie nach einiger Zeit abfallen.
Bei den Schweregräden 3 und 4 wird meist eine Operation durchgeführt, bei der die vergrößerten Gefäßpolster mithilfe einer Schere, eines Skalpells oder Laser entfernt werden. Eine neuere Methode ist die Stapler-Operation, bei der mit einem „Klammerapperat“ zuerst ein Teil des vergrößerten Gewebes entfernt wird und das verbliebene Gewebe dann mit Klammern wieder an die Analschleimhaut angeheftet wird. Aktuelle Studien zeigen, dass diese Methode zu weniger Schmerzen und einer schnelleren Genesung führt. Allerdings treten im Vergleich zur herkömmlichen operativen Entfernung Hämorrhoiden häufiger wieder auf.
In den letzten Jahren wurden durchschnittlich ca. 30-40.000 Patientinnen und Patienten mit Hämorrhoiden operativ behandelt. Die Patientinnen und Patienten sind meist zwischen 40 und 70 Jahre alt, wobei die Erkrankung etwas öfter bei Männern auftritt.
































