Charité Berlin
Bettenhochhaus der Charité Berlin, ©INTERRAILS/CC BY-SA 4.0

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für die Behandlung einer Wundheilungsstörung? Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.

Wenn eine Wunde, beispielsweise nach einer Operation oder durch eine Infektion ausgelöst, nicht abheilt, kann das verschiedene Ursachen haben. In jedem Fall ist die weitere Behandlung in einer Klinik wichtig, um die Gründe abzuklären und eine gezielte Therapie zu beginnen. Alle unten gelisteten Häuser sind auf die Behandlung von Wundheilungsstörungen spezialisiert. Weiter unten im Artikel erfahren Sie, wie die Klinikliste erstellt wurde.

Hervorragende Kliniken für Wundheilungsstörungen

KrankenhausBehandlungsfällePflegekraft-Patienten-VerhältnisPatientenzufriedenheit
Charité - Universitätsmedizin Berlin561befriedigend86 %
Universitätsmedizin Rostock364sehr gut87 %
Universitätsklinikum Leipzig344gut87 %
Universitätsklinikum Würzburg321gut87 %
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden297befriedigend89 %
Medizinische Hochschule Hannover291gut84 %
Universitätsklinikum Erlangen252befriedigend87 %
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz243gut83 %
Universitätsklinikum Tübingen239sehr gut87 %
Klinikum Chemnitz233befriedigend83 %
Universitätsklinikum Freiburg223gut87 %
Universitätsklinikum Regensburg221sehr gut87 %
Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg212gut88 %
St. Vincentius Kliniken Karlsruhe209befriedigend87 %
Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital183gut83 %
Städtisches Klinikum Dresden - Standort Friedrichstadt168gut86 %
Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg162gut83 %
Diakonie Kliniken Bad Kreuznach154befriedigend84 %
St.-Johannes-Hospital Dortmund146befriedigend83 %
Universitätsklinikum Ulm139befriedigend84 %
Evangelisches Krankenhaus Oldenburg136gut83 %
Diakonie-Klinikum Stuttgart134gut89 %
Marienhaus Klinikum Mainz133gut84 %
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum - Standort Neubrandenburg128gut87 %
Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen126befriedigend84 %
Städtisches Klinikum Karlsruhe124gut83 %
Fachklinik Hornheide Münster123sehr gut83 %

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Überdurchschnittlich viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit Wundheilungsstörungen (ICD T81). Es wurden jene Häuser gelistet, in denen im Jahr 2024 überdurchschnittlich viele Patienten mit einer Wundheilungsstörung betreut wurden und die außerdem die untenstehenden weiteren zwei Qualitätsmerkmale erfüllen. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Mindestens 83 Prozent der Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden. Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Fakten zu Wundheilungsstörungen

Als Wundheilungsstörung bezeichnet man den verzögerten oder atypischen Ablauf der Heilung einer Wunde. Mögliche Gründe sind zum Beispiel ein Nährstoffmangel, Erkrankungen, die zu einer mangelhaften Sauerstoffversorgung des Gewebes führen oder eine Schwächung des Immunsystems. Auch im erhöhten Alter oder durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann die Wundheilung gestört werden. Nach einer Operation kann eine Wundinfektion entstehen und durch mangelnde Ruhestellung oder Verunreinigung durch Fremdkörper wird die Wundheilung verlangsamt.

Symptome einer Wundheilungsstörung sind Wundinfektionen, auseinanderklaffende Wundränder, Schmerzen, Erwärmung und Rötung der betroffenen Stelle sowie verfärbte Haut oder abgestorbenes Gewebe. Fieber kann zudem auf eine Blutvergiftung hinweisen.

Zur Behandlung von Wundheilungsstörungen stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, je nach Schwere der Störung und individuellen Bedürfnissen. In jedem Fall sollte ein Arzt oder eine Klinik aufgesucht werden. Tritt die Störung nach einer Operation auf, sollte die operierende Klinik aufgesucht werden. Dort wird die Wunde erneut untersucht und gereinigt oder mit Antibiotika behandelt oder gegebenenfalls nochmals operiert.

Eine ambulante Therapiemöglichkeit bei leichten Wundheilungsstörungen sind Wundzentren oder auf Wundheilung spezialisierte Ärztinnen und Ärzte. Auch viele Hautärzte und Dermatologen haben relevante Erfahrung und Expertise in diesem Bereich. Eine weitere Anlaufstelle ist die Initiative Chronische Wunden e.V. (ICW), welche wertvolle Informationen zum Thema Wunden zur Verfügung stellt und ein zertifiziertes Wundzentrum empfehlen kann.

Bei einer schwerwiegenderen Wundheilungsstörung ist der Besuch einer auf diese Störung spezialisierte Fachklinik empfehlenswert. Dies ist beispielsweise bei chronischen Wunden, Infektionen, Nekrosen oder Fistelbildung der Fall. Eine Möglichkeit zur Behandlung von schwer heilenden Wunden ist die Vakuumversiegelungstherapie. Dabei wird die Wunde mit einer besonderen Auflage aus Schwamm oder Gaze abgedeckt, an die ein kleiner Schlauch zum Absaugen der Wundflüssigkeit angeschlossen ist. Auch Hauttransplantationen sind eine Behandlungsmöglichkeit.