Diakonie Klinikum Stuttgart
Diakonie Klinikum Stuttgart, ©Volker Schrank/Diakonie Klinikum Stuttgart

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für die Implantation einer Schlittenprothese im Knie? Hier sind die 20 größten Häuser gelistet.

Wenn das Kniegelenk durch eine Erkrankung wie Arthrose oder altersbedingten Verschleiß nicht mehr stabil ist, kommt oftmals der Ersatz durch eine Prothese in Frage. Dabei stehen verschiedene Arten von Knieprothesen zur Auswahl, die abhängig vom Gelenkschaden eingesetzt werden können. Bei kleineren Knorpelschäden kann eine Teilprothese reichen, auch unikondylärer (einseitiger) Oberflächenersatz oder Hemischlitten-Prothese genannt.

Noch vor einigen Jahren schreckten Ärztinnen und Ärzte wegen der höheren Komplikationsraten vor Teilprothesen zurück. Neue Studiendaten zeigen jedoch, dass die Komplikationsraten bei Teil- und Totalprothesen ähnlich sind. Dies gilt jedoch nur, wenn sie in Kliniken eingesetzt werden, in denen pro Jahr mindestens 100 Patienten mit Teilprothesen versorgt werden.

Unten sind die 20 größten Kliniken für Teilprothesen im Knie dargestellt. In allen gelisteten Kliniken werden pro Jahr mehr als 100 Patientinnen und Patienten versorgt.

20 Kliniken für Teilprothesen im Knie

KlinikBehandlungsfälle
Diakonie-Klinikum Stuttgart1484
Vulpius Klinik Bad Rappenau785
ARCUS Klinik Pforzheim757
Sana Kliniken Sommerfeld Kremmen628
Klinik Manhagen Großhansdorf553
Barmherzige Brüder Krankenhaus München461
Sana Klinik München369
RKH Orthopädische Klinik Markgröningen339
Frankfurter Rotkreuz-Kliniken Frankfurt am Main336
St. Vincenz Hospital Brakel333
Orthopädische Fachklinik Schwarzach319
MEDICLIN Waldkrankenhaus Bad Düben302
HELIOS Klinik Bleicherode301
Klinikum Garmisch-Partenkirchen - Hauptstandort263
DRK-Krankenhaus Clementinenhaus Hannover258
SRH Krankenhaus Oberndorf a. N.250
Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg249
Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern240
Paracelsus-Klinik am Silbersee Langenhagen229
Stiftung Herzogin Elisabeth Hospital Braunschweig224

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So wurde die Klinikliste erstellt

Viele Patienten!
In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit Schlittenprothesen im Knie, weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen dieser Eingriff (OPS 5-822.0) am häufigsten durchgeführt wird. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
Quelle: Reimbursement.Info 

Informationen zu Schlittenprothesen im Knie

Bei einer Erkrankung des Kniegelenks helfen in einem noch nicht weit fortgeschrittenen Stadium oft konservative Behandlungsmöglichkeiten wie Medikamente, Physiotherapie oder Injektionen. Reichen diese nicht mehr aus, muss das Gelenk oder ein Teil des Gelenks durch eine Prothese ersetzt werden, um die Symptome zu lindern und die Stabilität wiederherzustellen. Ist nur die Innen- oder Außenseite des Kniegelenks erkrankt, kommt der Einsatz einer Schlittenprothese infrage. Dabei bleibt der gesunde Teil des Gelenks erhalten und nur der erkrankte Teil wird mit einem künstlichen Gelenk versorgt. Dies ist beispielsweise bei einer auf einen Teil des Knies beschränkten Arthrose der Fall. Sind hingegen mehrere Bereiche des Kniegelenks betroffen oder liegt eine relevante Instabilität vor, ist eine Knie-Totalendoprothese, also der vollständige Ersatz des Kniegelenks, die richtige Lösung.

Schlittenprothesen können ein besonders natürliches Bewegungsgefühl ermöglichen. Man spricht dabei vom sogenannten „forgotten knee“: einem Knie, das sich im Alltag kaum bemerkbar macht. Gründe dafür sind der Erhalt der Kreuzbänder, eine weitgehend natürliche Gelenkbewegung und der vergleichsweise schonende Eingriff mit geringerem Weichteilschaden.

Ein Vorteil der Schlittenprothese ist außerdem, dass der Eingriff minimalinvasiv durchgeführt werden kann. Das fördert eine schnellere Erholung und reduziert postoperative Schmerzen. Der Eingriff dauert etwa 45 Minuten. Der weichteilschonende Operationszugang erfolgt an der Vorderseite des Kniegelenks. Anschließend wird der erkrankte Gelenkabschnitt freigelegt und die erkrankten Gelenkflächen sowie der meist defekte Meniskus entfernt. Dann werden der Unter- und Oberschenkelknochen für das Einsetzen der Teilprothese vorbereitet.

Mithilfe von Probeimplantaten wird der Sitz und die Größe getestet, wobei vor allem auf Stabilität und Bewegungsumfang geachtet wird. Wird ein normales Gelenkspiel erreicht, können die Original-Implantate mit Knochenzement im Knochen befestigt werden. Zum Schluss wird das Gleitlager aus Polyäthylen eingesetzt und die Operation wird beendet, indem eine Wunddrainage eingelegt wird und die Weichteile verschlossen werden.

Nach der Operation schließt sich eine individualisierte Nachbehandlung an. Diese besteht aus Physiotherapie sowie spezifischen Übungen zur Stärkung des Knies und zur Verbesserung der Beweglichkeit.


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