
Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für die Behandlung von Oberschenkelhalsbrüchen? Hier sind einige Häuser mit hoher Behandlungsqualität aufgeführt.
Bei einem Oberschenkelhalsbruch liegt eine Fraktur im Übergang vom Hüftkopf zum Schaft des Oberschenkelknochens vor. Daraus resultieren starke Schmerzen und eingeschränkte Bewegungsfähigkeit. Die Verletzung tritt häufig im Alter aufgrund einer geschwächten Knochenstruktur auf.
Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Wahl des Krankenhauses von großer Bedeutung, denn nicht alle Häuser in Deutschland erfüllen sämtliche Qualitätskriterien. Die unten gelisteten Kliniken führen die Therapie von Oberschenkelhalsbrüchen mit überdurchschnittlich hoher Qualität durch.
Angegeben ist, wie viele Patientinnen und Patienten in der jeweiligen Klinik deswegen behandelt wurden und wie die Personalsituation in der Klinik ist. Außerdem wird in den gelisteten Krankenhäusern überdurchschnittlich sicher gearbeitet (geringe Komplikationsraten). Weiter unten im Artikel finden Sie weitere Informationen zu den Qualitätsmerkmalen.
Top Kliniken für Oberschenkelhalsbrüche
| Klinik | Behandlungsfälle | Pflegekraft-Patienten-Verhältnis |
|---|---|---|
| Charité - Universitätsmedizin Berlin | 579 | befriedigend |
| St. Vincentius Kliniken Karlsruhe | 576 | befriedigend |
| Klinikum am Steinenberg Reutlingen | 566 | befriedigend |
| Agaplesion Elisabethenstift Evangelisches Krankenhaus Darmstadt | 510 | gut |
| Klinikum Chemnitz | 501 | befriedigend |
| KRH Klinikum Nordstadt Hannover | 493 | gut |
| Zollernalb Klinikum Balingen | 454 | sehr gut |
| Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg | 449 | gut |
| Medizinische Hochschule Hannover | 428 | gut |
| Helios Klinik München Perlach | 412 | befriedigend |
| Klinikum Ludwigsburg | 404 | gut |
| Städtisches Klinikum Lüneburg | 403 | befriedigend |
| Kliniken Sindelfingen | 398 | befriedigend |
| St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau | 389 | gut |
| Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg Obernkirchen | 387 | befriedigend |
| Städtisches Klinikum Dresden - Standort Friedrichstadt | 372 | gut |
| Universitätsklinikum Heidelberg | 370 | befriedigend |
| St. Josefs Hospital Dortmund-Hörde | 364 | gut |
| Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg | 355 | befriedigend |
| Universitätsklinikum Würzburg | 333 | gut |
| Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende | 324 | befriedigend |
| Städtisches Klinikum Solingen | 322 | gut |
| KRH Klinikum Lehrte | 318 | gut |
| Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda | 309 | gut |
| GRN-Klinik Schwetzingen | 302 | befriedigend |
| Kreiskliniken Herford-Bünde - Standort Lukas-Krankenhaus Bünde | 302 | befriedigend |
| Helios Klinikum Gifhorn | 300 | sehr gut |
| Schön Klinik Rensdburg | 299 | befriedigend |
| Klinikum Bremen-Nord | 297 | gut |
| Klinikum Osnabrück | 293 | befriedigend |
| KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge | 292 | gut |
| Klinikum Esslingen | 279 | befriedigend |
| Helios Klinik Sangerhausen | 267 | gut |
| Städtisches Klinikum Görlitz | 262 | gut |
| Sana Kliniken Leipziger Land - Klinikum Borna | 260 | befriedigend |
| Klinikum Landkreis Erding | 257 | befriedigend |
| Leopoldina-Krankehaus der Stadt Schweinfurt | 257 | befriedigend |
| Rems-Murr-Klinik Schorndorf | 257 | sehr gut |
| Helios Klinik Erlenbach | 255 | sehr gut |
| St. Georg Klinikum Eisenach | 247 | befriedigend |
| St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig | 246 | gut |
| Helios Klinik Herzberg/Osterode Herzberg am Harz | 245 | sehr gut |
| Gesundheitszentrum Odenwaldkreis Erbach | 244 | gut |
| Dill-Kliniken Dillenburg | 243 | befriedigend |
| Josephs-Hospital Warendorf | 242 | sehr gut |
| Kath. Marienkrankenhaus Hamburg | 238 | befriedigend |
| Gemeinschaftskrankenhaus Bonn St. Elisabeth St. Petrus St. Johannes | 235 | befriedigend |
| Klinikum Landkreis Tuttlingen | 234 | gut |
| Martin Luther Krankenhaus Berlin | 234 | gut |
| Helios Klinikum Pirna | 232 | befriedigend |
Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt
So wurde die Klinikliste erstellt
- Viele Patienten!
In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit Oberschenkelhalsbrüchen (ICD S72), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen diese Erkrankung im Jahr 2023 mindestens durchschnittlich häufig behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
Quelle: TK-Klinikführer - Wenig Komplikationen!
Da häufig hochbetagte Menschen Oberschenkelhalsbrüche erleiden, kommt es hier häufig zu Komplikationen. Im Bundesdurchschnitt kommt es bei 9 Prozent aller Patienten mit Hüftfraktur zu einer erneuten Operation innerhalb eines Jahres, beispielsweise weil sich die OP-Wunde infiziert hat. Die oben gelisteten Kliniken gehören zu den besten 20 Prozent, bezogen auf eine geringe Wahrscheinlichkeit von Komplikationen.
Quelle: AOK-Krankenhausatlas - Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
Quelle: Bundesklinikatlas
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt. Hier finden Sie herausragende Kliniken für die Implantation einer Hüftprothese.
Fakten zu Oberschenkelhalsbrüchen
Mit abnehmender körperlicher Fitness und schwindender Knochendichte (Osteoporose) stellen Stürze bei älteren Personen ein hohes Risiko dar. Bei einem Sturz seitlich auf die Hüfte ziehen sie sich häufig einen Knochenbruch zu, wie etwa einen Oberschenkelhalsbruch. Da dieser die Bewegung extrem einschränkt, muss schnell gehandelt werden. Auch bei jüngeren Menschen kann diese Fraktur auftreten; dann ist oft ein Sturz aus großer Höhe oder bei hoher Geschwindigkeit die Ursache.
Zu den Symptomen einer sogenannten hüftgelenksnahen Fraktur zählen Schmerzen im Bereich der Hüfte, der Leiste, des Gesäßes und des Oberschenkels, die bis in das Knie ausstrahlen können. Diese treten unmittelbar nach dem Sturz auf. Das Bein kann zudem nicht mehr belastet werden und die betroffene Person kann nicht mehr alleine aufstehen.
Ein Oberschenkelhalsbruch kann mithilfe eines Röntgenbildes gut diagnostiziert werden. Im Zweifelsfall hilft auch eine Computertomografie oder eine Magnetresonanztomographie. So kann die Ärztin oder der Arzt feststellen, welche Behandlungsmethode am besten geeignet ist. Eine körperliche Untersuchung hilft außerdem dabei, weitere Verletzungen festzustellen, die bei Stürzen häufig auftreten.
Die Behandlung eines Oberschenkelhalsbruchs erfolgt operativ. Der Knochen sollte schnellstmöglich wieder belastbar gemacht werden, damit die Patientin oder der Patient sich wieder bewegen kann. Die Auswahl des Operationsverfahrens hängt von der Art der Fraktur ab. Bei jüngeren Patientinnen und Patienten reicht in der Regel die Stabilisierung mit einer Schraube. Bei älteren Personen wird dagegen ein Nagel implantiert oder der abgebrochene Hüftkopf wird durch ein künstliches Hüftgelenk ersetzt.
Die Schmerztherapie ist ebenfalls Bestandteil der Behandlung. Diese kann in Form von Tabletten, Infusionen oder Spritzen verabreicht werden.
Im Anschluss an die Behandlung spielt die Nachsorge eine große Rolle. Dazu zählt vor allem die Physiotherapie, bei der die Beweglichkeit des Bewegungsapparats wiederhergestellt wird. Das oberste Ziel dabei ist, so schnell wie möglich wieder laufen zu können und selbstständig zu sein. In der Regel schließt sich an die Behandlung im Krankenhaus eine mehrwöchige Reha in einer orthopädischen Rehaklinik an.
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Welche Chancen und Risiken sind mit der Implantation einer neuen Hüftprothese verbunden? Wie finde ich eine passende Rehaklinik? Welche Hilfsmittel erstattet die Krankenkasse? Thorsten Gehrke, Chefarzt der Helios Endo Klinik Hamburg, und Lukas Hoffmann, Ex-Journalist beim Handelsblatt, haben ein Buch über die Implantation einer Hüftprothese geschrieben. Tippen Sie auf das Bild, um bei Amazon mehr zu erfahren!











































