Orthopädische Klinik Markgröningen
Orthopädische Klinik Markgröningen; Foto: RKH Gesundheit

Welche Kliniken in Deutschland bieten eine Hüftimpingement-Operation mit hoher Behandlungsqualität an? Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.

Eine Hüftimpingement entsteht durch einen Konflikt zwischen der Hüftpfanne und dem Schenkelhals des Oberschenkelknochens. Zu den Symptomen zählen vor allem Schmerzen in der Leistengegend und im Oberschenkel sowie Bewegungseinschränkung und Ruheschmerz. Neben der Operation stehen auch konservative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Nicht bei allen Patienten muss ein künstliches Gelenk eingesetzt werden. Manchmal ist der Knorpel nur ein bisschen beschädigt und kann erhalten werden. Deshalb empfiehlt es sich, ein Spezialzentrum aufzusuchen, in dem Ärztinnen und Ärzte arbeiten, die eine große Erfahrung mit der Therapie des Impingement-Syndroms haben.

Nachfolgend sind Top-Kliniken für Hüftimpingement-Operationen gelistet. Angegeben ist, wie viele Patienten und Patientinnen in der jeweiligen Klinik im Jahr 2024 wegen eines Hüftimpingements behandelt wurden, wie die Personalsituation ist und wie viel Prozent der Patienten und Patientinnen das Krankenhaus für eine Behandlung weiterempfehlen würden.

Kliniken für Hüftimpingement-Operationen

KlinikBehandlungsfällePatientenzufriedenheitPflegekraft-Patienten-Verhältnis
RKH Orthopädische Klinik Markgröningen38189 %gut
Behandlungszentrum Aschau im Chiemgau27397 %befriedigend
Schön Klinik München Harlaching25089 %sehr gut
Cellitinnen-Krankenhaus St. Franziskus Köln23093 %sehr gut
Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a. d. Saale21786 %gut
DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus Bremen19284 %befriedigend
Diakovere Annastift Hannover17886 %gut
Helios Endo-Klinik Hamburg16787 %sehr gut
Rotkreuzklinik Würzburg14491 %befriedigend
Frankfurter Rotkreuz-Kliniken - Klinik Rotes Kreuz14391 %befriedigend
Sana Klinik München13890 %sehr gut
Schön Klinik Vogtareuth12987 %sehr gut
Frankfurter Rotkreuz Kliniken - Klinik Maingau vom Roten Kreuz12889 %gut
Orthopädische Fachkliniken der Hessing Stiftung Augsburg12890 %sehr gut
Oberlinklinik Orthopädische Fachklinik Potsdam11993 %sehr gut
Charité - Universitätsmedizin Berlin11886 %befriedigend
Marienstift Arnstadt - Fachklinik für Orthopädie11592 %gut
RKU - Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm11588 %gut
Asklepios Klinik Birkenwerder11491 %gut
Diakonie-Klinikum Stuttgart11189 %gut
Ludgerus-Kliniken Münster - Standort Raphaelsklinik11083 %sehr gut
St. Vinzenz-Krankenhaus Düsseldorf11083 %gut
Universitätsklinikum Heidelberg10586 %befriedigend
St. Josefs-Krankenhaus Salzkotten10493 %sehr gut
Klinikum Stuttgart - Olgahospital / Frauenklinik9886 %gut
St. Vincentius Kliniken Karlsruhe9187 %befriedigend
Universitätsklinikum Leipzig8987 %gut
St. Vinzenz Hospital Dinslaken8483 %befriedigend
DRK-Krankenhaus Clementinenhaus Hannover7691 %gut
Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau7490 %gut
Sportklinik Hellersen Lüdenscheid7293 %sehr gut
Johanna-Etienne-Krankenhaus Neuss6883 %befriedigend
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der TU Dresden6889 %befriedigend
St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig6293 %gut
Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg Obernkirchen5983 %befriedigend
MediCare Flughafen München Medizinisches Zentrum - Munich Airport Clinic5593 %sehr gut
Diakonie Klinikum Neunkirchen54100 %gut
Klinik Tettnang5488 %sehr gut
Sankt Elisabeth Krankenhaus Kiel5497 %sehr gut
Universitätsmedizin Rostock5487 %sehr gut
Vulpius Klinik Bad Rappenau5393 %gut
Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital5183 %gut
Arabella-Klinik München4890 %sehr gut
Dr. Lubos Kliniken München Bogenhausen4890 %gut
Schön Klinik Bad Aibling4888 %gut
Klinik Dr. Guth Hamburg4797 %sehr gut
Universitätsklinikum Freiburg4787 %gut
Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg4583 %gut
Fachklinik Berchtesgaden4291 %gut
Immanuel Krankenhaus Berlin - Standort Wannsee4189 %befriedigend

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit Hüftimpingement-Operationen (M24), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen dieser Eingriff überdurchschnittlich häufig vorgenommen wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patientinnen und Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Hüftimpingement 

Beim Hüftimpingement handelt es sich um ein Engpasssyndrom in der Hüfte. Die Symptome sind Schmerzen im Bereich der Leistengegend, des seitlichen Beckens, des Oberschenkels und des Gesäßes. Ein längeres Sitzen, das Aufstehen oder Schuhe binden bereitet den Betroffenen Probleme. Insgesamt führen die Schmerzen zu starken Bewegungseinschränkungen.

Die Ursache dieses Schmerzsyndroms sind nicht endgültig geklärt. Wiederholte Verletzungen nach Unfällen, Entwicklungsstörungen der Hüfte im Kindesalter oder embryologische Fehlbildungen tragen zur Entstehung des Hüftimpingements bei. Die Knochen, die das Hüftgelenk bilden, haben nicht die korrekte anatomische Form. Die vermehrte Reibung und das Aneinanderstoßen führen zu einem sogenannten mechanischen Konflikt. Das Gelenk ist in seiner Funktion eingeschränkt. Im weiteren Verlauf kommt es zu Ausbildung einer Hüftarthrose. 

Ob ein Hüftimpingement vorliegt, erkennen Ärztinnen und Ärzte anhand von Röntgen- und MRT-Bildern. Diese diagnostischen Verfahren ermöglichen es den Medizinern, die Knochen- und Weichteilstrukturen des Gelenks zu beurteilen. Das bedeutet, sie können Knochendeformitäten, Knorpelschwund und sonstige arthrotische Veränderungen feststellen. 

Zu den grundsätzlich empfohlenen nicht-operativen Therapiemöglichkeiten zählen Schmerztherapie, Anpassung der körperlichen Bewegung und Physiotherapie. Ziel ist es, die Schmerzen zu lindern und die Bewegungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Weicht die Hüftanatomie zu stark von der anatomischen Norm ab, empfehlen Ärzte eine Operation. Diese kann in den meisten Fällen arthroskopisch und damit minimalinvasiv durchgeführt werden. Mit feinen chirurgischen Instrumenten nehmen Chirurgen eine Formkorrektur vor. 

Die Anzahl der Diagnosen mit Hüftimpingement (ICD-Code M24.85) ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Während im Jahr 2010 noch 1.419 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Patienten im Jahr 2024 bei 5.026 Personen. Besonders betroffenen sind jüngere Menschen zwischen 20 bis 59 Jahre. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt zwei Tage.