Klinik für Hüftchirurgie in Deutschland
Gebäude der Uniklinik Düsseldorf, ©CC0/Wiegels

Die Expertise bei Hüft-Operationen ist in Deutschland groß, weil die Gesellschaft altert und Ärzte in diesem Bereich viel Erfahrung haben. Bei circa 245.000 Patienten wurde im Jahr 2017 eine Hüftprothese implantiert. Das bedeutet: An vielen Häusern arbeiten routinierte Operateure, die jedes Jahr mehr als 100 Eingriffe durchführen.

Auch bei anderen Behandlungen der Hüfte haben Orthopäden viel Erfahrung. Seien es Hüftarthoskopien, Hüft-OP-Revisionen oder Umstellungsoperationen.


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Welche Kliniken eignen sich nun am bestem für Patienten mit Hüftleiden? Um hier eine Orientierung zu geben, wurde eine Klinik-Liste nach folgenden Kriterien erstellt:

  • Top-Ärzte! Das Magazin Focus veröffentlicht jedes Jahr eine Liste mit den besten Orthopäden Deutschlands. An allen unten genannten Häusern arbeiten Mediziner, die als Toparzt oder Topärztin im Bereich Hüftchirurgie ausgezeichnet wurden.
  • Internationales Renommee! Ärzte der oben genannten Kliniken sind im Ausland bekannt, weil sie dort Fachvorträge halten oder von den einheimischen Kollegen empfohlen werden. Deshalb verfügen alle gelisteten Kliniken über ein International Office für Patienten aus dem Ausland.
  • Privat vs. Öffentlich! Privat versicherte Deutsche und Patienten aus dem Ausland haben die freie Klinikwahl und können sich auch an Privatkliniken behandeln lassen. Deshalb werden neben öffentlichen Krankenhäusern auch Privatkliniken vorgestellt.

Die Kliniken in der unterstehenden Liste sind alphabetisch geordnet.

Top-Kliniken für Hüftchirurgie in Deutschland

KrankenhausTop-Arzt/ÄrztinPrivat/Öffentlich  
Arcus Kliniken PforzheimDr. Wolfgang MiehlkePrivat
Asklepios Klinikum Bad AbbachProf. Dr. Joachim GrifkaPrivat
Atos Klinik HeidelbergProf. Dr. Fritz ThoreyPrivat
Charité BerlinProf. Dr. Carsten PerkaÖffentlich
Diakovere Annastift Hannover Prof. Dr. Henning WindhagenÖffentlich
Helios Klinikum Berlin-BuchProf. Dr. Daniel KendoffPrivat
Helios Klinikum ErfurtDr. Jürgen BabischPrivat
Helios-Endo-Klinik HamburgProf. Dr. Thorsten GehrkePrivat
Karl-Olga-Krankenhaus StuttgartProf. Dr. Dominik ParschPrivat
Kliniken der Stadt Köln - Krankenhaus MerheimProf. Dr. Holger BäthisÖffentlich
Klinikum der LMU MünchenProf. Dr. Volkmar JanssonÖffentlich
Klinikum Nürnberg Klinik SüdProf. Dr. Michael WagnerÖffentlich
Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim Frankfurt a.M.Prof. Dr. Andrea MeurerÖffentlich
Sana Kliniken Sommerfeld Kremmen (nahe Berlin)Prof. Dr. Andreas M. HalderPrivat
Schön Klinik Harthausen Bad AiblingProf. Dr. Roland WetzelPrivat
Universitätsklinikum BonnProf. Dr. Dieter Christian WirtzÖffentlich
Universitätsklinikum DüsseldorfProf. Dr. Rüdiger KrauspeÖffentlich
Universitätsklinikum DresdenProf. Dr. Klaus-Peter GüntherÖffentlich
Universitätsmedizin MannheimProf. Dr. Hanns-Peter ScharfÖffentlich
Uniklinik RWTH AachenProf. Dr. Markus TingartÖffentlich
Uniklinikum des Saarlandes HomburgProf. Dr. Stefan LandgraeberÖffentlich
Universitäts- und Rehabilitationskliniken UlmProf. Dr. Heiko ReichelÖffentlich
Vitos Orthopädische Klinik KasselProf. Dr. Werner SiebertÖffentlich

Per Mouseover wird Ihnen der Name des Klinikums angezeigt


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Fakten zu hüftchirurgischen Behandlungen

Unsere Hüfte ist ein ganz besonderes Gelenk. Es überträgt das Gewicht unseres Oberkörpers auf die Füße und ermöglicht so den aufrechten Gang. Wenn wir mit unserem rechten Fuß einen Schritt nach vorn machen, verlagert sich das gesamte Körpergewicht auf unsere linke Hüfte. So können wir durch die Abwechslung zwischen rechtem und linkem Bein vorwärts gehen. Kommt es zu anatomischen Veränderungen nach Unfällen oder altersbedingten degenerativen Vorgänge sind bestimmte Bewegungen, wie Treppensteigen oder das Aufstehen aus der Sitzposition, plötzlich nicht mehr schmerzfrei möglich.

Die Ursachen, die den Hüftgelenksverschleiß beschleunigen, sind ungesunde Essgewohnheiten, Übergewicht und Bewegungsmangel. Der Knorpel, der die reibungslose Bewegung ermöglicht, wird nach und nach abgebaut, sodass in extremen Fällen die Knochenenden aneinander reiben und Bewegungen nur noch schmerzhaft möglich sind.

Zur Erkennung der Hüftgelenkskrankheiten lassen Ärzte Beinbewegungen ausführen, um Funktionsausfälle festzustellen. Außerdem verordnen sie bildgebende Untersuchungen. Während Röntgenbilder die knöchernen Strukturen zeigen, kann mithilfe einer Magnetresonanztomographie (MRT) umliegende Weichteile wie Bänder und Knorpel untersucht werden.

Diäten, Bewegungstherapien und Medikamente gegen Schmerzen und entzündliche Vorgänge sind die Hauptpfeiler der Therapie. Erst wenn die Durchblutung des Hüftgelenks gestört oder der Gelenkverschleiß stark fortgeschritten ist, kommen chirurgische Eingriffe, beispielsweise der Ersatz des Hüftgelenks durch eine Prothese, in Frage.

Die Zahl der Diagnosen mit arthrotischen Erkrankungen in der Hüfte (ICD-10-Code M16) ist in Deutschland gestiegen. Während im Jahr 2009 noch 158.397 Patienten mit dieser Hauptdiagnose in Kliniken behandelt wurden, betrug die Anzahl im Jahr 2019 bereits 177.383. Die Erkrankung tritt vor allem in der zweiten Lebenshälfte im Alter von 80 bis 94 Jahren auf. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einem Krankenhaus liegt bei etwa acht Tagen.