Klinik Manhagen
Klinik Manhagen; @hh oldmann/CC0

Welche deutschen Kliniken bieten eine hohe Behandlungsqualität bei einer Meniskus-OP an? Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.

Meniskusschäden wie ein Meniskusriss sind oftmals Sportverletzungen. Die Menisken, zwei Knorpelscheiben zwischen Unter- und Oberschenkelknochen, können beispielsweise reißen, wenn das Knie unter Belastung verdreht wird. Aber auch degenerative Meniskusschäden, die altersbedingt auftreten, sind sehr schmerzhaft und sollten behandelt werden. Die Art der Behandlung hängt von der Größe und Stelle des Meniskusrisses ab. Er kann konservativ behandelt werden, meist wird jedoch operiert.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Wahl des Krankenhauses von großer Bedeutung, denn nicht alle Häuser in Deutschland sind auf Meniskus-OPs spezialisiert. Neben einer guten Hygiene und einer hohen Behandlungsqualität verfügen alle unten genannten Kliniken über ärztliches Personal, das große Erfahrung mit Meniskus-Operationen hat.

TOP 35: Die größten öffentlichen Kliniken für eine Meniskus-OP

KrankenhausBehandlungsfälle
Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Marburg78
Charité - Universitätsmedizin Berlin76
Klinik Manhagen Großhansdorf72
Facharztklinik Hamburg70
Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München70
Kreiskrankenhaus Mosbach65
St. Anna-Hospital Herne64
Asklepios Stadtklinik Bad Tölz63
Arcus Klinik Pforzheim60
Bundeswehrkrankenhaus Ulm54
Helios Klinik Duisburg-Homberg53
ATOS Starmed Klinik München53
Orthopädische Fachkliniken der Hessing Stiftung Augsburg53
Helios St. Josefshospital Uerdingen Krefeld52
St. Martinus-Krankenhaus Düsseldorf50
Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen50
Agaplesion Diakonie-Kliniken Kassel47
Kliniken Dr. Erler Nürnberg47
Helios Klinik Zerbst/Anhalt47
BG Klinikum Duisburg46
KMG Klinikum Mitte - Klinikum Kyritz46
Raphaelsklinik Münster44
Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur - Brüderhaus Koblenz44
St. Josefs-Krankenhaus Freiburg41
Helios Klinikum Berlin-Buch41
Kliniken der Stadt Köln - Krankenhaus Merheim40
Kreiskrankenhaus Lörrach37
Helios Fachklinik Vogelsang/Gommern37
St. Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen36
Marien-Hospital Witten35
Martin-Luther-Krankenhaus Berlin35
Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin35
Bundeswehrkrankenhaus Hamburg34
St.-Marien-Krankenhaus Siegen33
Isar Klinik München Innenstadt33

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So wurde die Klinikliste erstellt:

In den dargestellten Kliniken haben Ärztinnen und Ärzte eine große Erfahrung mit der Therapie von Meniskus-Schäden. Es wurden jene 35 öffentlichen Häuser gelistet, in denen ein akuter Meniskusriss (ICD S83.2) im Jahr 2024 am häufigsten behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Sie dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Informationen zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der AOK entnommen.

Privatversicherte und Selbstzahler können sich an Privatkliniken behandeln lassen. Privatkliniken müssen die Anzahl der durchgeführten Operationen nicht melden, sind teilweise aber auch auf kniechirurgische Operationen spezialisiert. Deshalb sind unten 15 Privatkliniken gelistet, zu denen allerdings keine Behandlungsdaten vorliegen. Alle unten gelisteten Privatkliniken sind von dem Wochenmagazin Der FOCUS im Jahr 2026 als Fachkrankenhäuser für Kniechirurgie ausgezeichnet worden.

Private Kliniken für eine Meniskus-OP

KrankenhausBettenanzahl
Atos MediaPark Klinik Köln65
Atos Klinik Heidelberg65
Atos Orthoparc Klinik Köln46
Klinik Sanssouci Potsdam44
Atos Klinik München40
Hessingpark-Clinic Augsburg34
Arcus Sportklinik Pforzheim30
Sportklinik Ravensburg30
Beta Klinik Bonn27
Procelsio Clinic Essen25
Ethianum Klinik Heidelberg23
Iatros Klinik München17
Orthopädische Klinik Stuttgart-Botnang16
Eilenriede Klinik Hannover12
OCM Orthopädische Chirurgie München12

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Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Meniskus-OPs

Der Meniskus ist eine knorpelige Struktur, der wie ein Halbmond am Außenrand des Kniegelenks verläuft. Seine Aufgabe besteht darin, Stöße abzufedern, Reibung zu vermindern und den Gelenkknorpel mit Nährstoffen zu versorgen. Wenn der Meniskus reißt, kann er diese Funktionen nicht mehr erfüllen und es kommt im Knie zu mehr Reibung zwischen den Knochen. Die dadurch verursachten Symptome treten auch langfristig auf. Betroffene klagen über Belastungsschmerzen im Knie, Bewegungsblockaden im Gelenk und Arthrosen.

Die Ursachen eines Meniskusrisses sind entweder traumatisch oder degenerativ. Traumatisch bedeutet, dass Sportunfälle zu einem Riss führen können. Bei Sportarten wie Fußball, Ski und Tennis ist das Risiko besonders hoch. Denn das Kniegelenk hat eine eingeschränkte Beweglichkeit und kann Verdrehungen, Verrenkungen oder Stürze nur im geringen Umfang kompensieren. Auch eine dauerhafte Überlastung kann zur Abnutzung des Meniskus und zu Bildung kleinster Risse führen (degenerative Ursache). Dann kann ein sichtbarer Meniskusriss schon bei alltäglichen Bewegungen wie zum Beispiel dem Aufstehen aus der Hockposition entstehen.

Zur Erkennung eines Meniskusrisses führt der Orthopäde einen Funktionstest durch. Bestimmte Bewegungen lösen Schmerzen aus, die erste Hinweise auf den Meniskusriss geben. Eine eindeutige Diagnose ermöglicht die sogenannte Magnetresonanztomografie (MRT). Bei diesem bildgebenden Verfahren können die Ärzte die Weichteilstrukturen des Knies wie Knorpel und Meniskus beurteilen.

Abhängig davon, wie groß der Riss ist, kommt eine operative oder eine konservative Therapie infrage. Zu den konservativen Behandlungen zählen Physiotherapie und Schmerzmedikation. In den meisten Fällen ist aber eine Operation die einzige Möglichkeit, einen schweren degenerativen Prozess zu verhindern.

Die Meniskus-OP führen die Orthopäden minimal-invasiv und arthroskopisch durch. Das bedeutet, dass die Operation im Rahmen einer Gelenkspiegelung erfolgt. Dabei können Chirurgen eine Meniskusnaht setzen und so seine Ganzheit wiederherstellen oder sie führen eine sogenannte Meniskusteilresektion durch. Dabei werden beschädigte Anteile entfernt. Nur in seltenen Fällen werden künstliche Meniskusprothesen eingesetzt.

Die Anzahl der behandelten Klinikpatienten mit akutem Meniskusriss (ICD-Code S83.2) ging in den letzten Jahren zurück. Lag sie im Jahr 2017 noch bei 11.647 Fällen, wurden im Jahr 2024 nur noch rund 5.500 Menschen im Klinikum am Meniskus operiert. Diese abnehmende Zahl ist zum Teil damit zu erklären, dass vermehrt Patienten ambulant operiert werden, also gar nicht mehr in die Klinik kommen.